Ein teures Foto – Abmahnungen in Social-Media und Internet

Abmahnungen im Internet sind nichts Ungewöhnliches und gehören zum Alltag, wenn du dich als Unternehmer im Internet und in den  Social-Media-Kreisen bewegst.
Umso wichtiger ist es, sich vorab genau zu informieren. Doch die Flut an Informationen ist so groß, dass selbst ich, der tagtäglich damit zu tun hat, kaum noch nachkommt.

Grundsätzlich sei angemerkt, das Internet ist kein rechtsfreier Raum! Auch wenn viele das immer noch so sehen.

Wie genau kann ich mich informieren?

Es gibt mehrere Möglichkeiten. Ich nutze beispielsweise die Newsletter-Funktion von entsprechenden Anwaltskanzleien, die sich auf Urheberrecht spezialisiert haben.

Aber auch Netzwerke wie Twitter und Facebook bieten hier eine gute Basis. Auch über diese Dienste werden oft Neuigkeiten aus dem Urheberrechtsbereich publiziert. Manchmal bringt auch die heimische Tageszeitung einen entsprechenden Beitrag. Viele Blogs bieten ebenfalls solche Inhalte.

Lesen, lesen, lesen, um Abmahnungen zu vermeiden

Das ist ein Grundsatz, den du im Internet immer im Fokus haben solltest, wenn es um Rechte für Fotos und Ähnliches geht. Versuche zeitnah auf solche Dinge zu reagieren, um Schaden abzuwenden. Tust du dies nicht, kommt die Rechnung. Und solche Rechnungen tun einer jeden Firmenkasse richtig weh.
Auch ich bin davon nicht ausgeschlossen, habe selbst einen solchen Brief kürzlich erhalten, weil ich eine Sache nicht weiterverfolgt hatte. Es ist ärgerlich und macht wütend, dass Andere die Fehler suchen, um davon finanziell zu profitieren.

Eigene Inhalte oder Kennzeichnungen des Bildwerkes

Wenn du etwas in Auftrag gibst, z.B. eine neue Webseite, dann stelle sicher, dass auch die dazugehörigen Bildrechte bei dir liegen. Solltest du fremde Daten nutzen, beispielsweise durch die Agentur, welche deine Webseite erstellt, dann fixiere diese Punkte in einem Vertrag. Lasse dich ggf. anwaltlich dazu beraten. Die Kennzeichnung der Bilddaten muss oberste Priorität haben! Nur so kann gewährleistet werden, nicht nachträglich dafür zur Kasse gebeten zu werden.

Ohne Kennzeichnung wird es richtig teuer

Durch solche Fahrlässigkeit können schnell mehrere Tausend Euro zusammen kommen. Diese setzen sich aus dem Schadensersatz für den Ersteller, den Anwaltsgebühren und den möglichen Folgekosten durch Gerichtsentscheidungen zusammen, wenn du das Bild erneut verwendest, ohne dieses kenntlich zu machen.

Frage ggf. beim Fotografen per E-Mail an, ob du das Bild nutzen darfst. Teile dem Fotografen mit, für was du das Bild verwenden willst, denn danach richtet sich die Lizenz die der Fotograf ermöglicht.

Fotos aus Bild-Datenbanken

Bild-Datenbanken halten eine Menge Material vor, welches für kleines Geld erworben werden kann. Doch Vorsicht! Diese Bilder unterliegen genauso dem Urheberrecht. Denn Bild-Datenbanken schränken die Nutzung oft ein, sodass du hier genau aufpassen musst, für was du das Bild verwendest. Auch wenn „lizenzfrei“ draufsteht, bedeutet das nicht, dass es ohne Nennung des Urhebers genutzt werden darf.

Sei vorsichtig bei der Verwendung

Ich beabsichtige nicht, Panik zu verbreiten, im Gegenteil. Vielmehr möchte ich dich darüber aufklären, dass du dir im Klaren sein musst, wenn du im Internet oder auch außerhalb präsent bist, dass es immer wieder Personen gibt, die nach Fehlern Anderer suchen. Das Vergehen hat meist nichts mit kriminellem Hintergrund zu tun, sondern die Informationen zu diesen Thematiken werden zu schnell oder langsam übermittelt, sodass eine Verhinderung solcher Abmahnungen unvermeidbar ist.

Was kann ich tun bei einer Abmahnung?

– Bewahre Ruhe!
– Lies das Schreiben sorgfältig, auch wenn du wenig davon verstehst.
– Prüfe den Sachverhalt genau.

Unterschreibe vorerst nichts

– Durch juristisches Unverständnis kennst du die Gefahren nicht, welche sich in weiteren Schreiben verstecken können. Somit verhinderst du weitere Zahlungen.

Nutze das Internet, um nach der Art des Vergehens zu suchen

– Gibt es ähnlich gelagerte Fälle?
– Ist der Abmahner bekannt?

Hole dir anwaltlichen Rat!

– In so einem Fall solltest du keine Alleingänge unternehmen, um Folgeschäden zu verhindern, welche sich in dem Schreiben verbergen.

Das Erlebte abhaken

– Du bist Spezialist auf deinem Fachgebiet und kannst nicht alles beherrschen, schon gar nicht im Internet.
– Teile deine Erfahrungen mit anderen Nutzern im Internet.

Wie finde ich den passenden Anwalt?

Eine Möglichkeit ist das Internet, um nach solch spezialisierten Kanzleien zu suchen. Aber auch der örtliche Anwaltsverein bietet Hilfe per Internet oder Telefon.
In meinem Fall hat mir mein Twitter-Kontakt Silke Loers sehr geholfen. Sie hat für meinen Fall den passenden Tipp parat gehabt.

In diesem Zusammenhang danke ich der Anwaltskanzlei Schwenke für die fachkundige Beratung meiner Agentur.

Hast du schon einmal eine Abmahnung erhalten? Dann teile deine Erfahrungen hier in diesem Blog mit anderen Lesern.

Beitragsbild: Pixabay/IO-Images

7 Kommentare

  1. Lieber Frank,
    danke für die Erwähnung. Ich habe gern geholfen. Das ist für mich genau das Social an Social Media – sich gegenseitig unterstützen und Tipps geben. So entstehen wunderbare Kontakte und das Netzwerken läuft ganz von allein.

    Auf einen weiteren spannenden Austausch in den Netzwerken und im echten Leben.
    Viele Grüße
    Silke

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