Eine Frage der Höflichkeit? Anredeformen in Social-Media Kanälen

19. März 2013 | 7Kommentare
Eine Frage der Höflichkeit? Anredeformen in Social-Media Kanälen

Soziale Netzwerke sind aus dem Unternehmeralltag nicht mehr wegzudenken. Ob Twitter oder Facebook, überall wo Interaktion mit dem Leser stattfindet, stellt sich auch die Frage, wie spreche ich diese Leserschaft an.
Seit ich diese Kanäle nutze, habe ich mich oft gefragt, wie spreche ich meine Leser an? Du oder Sie?

Wie mache ich es richtig?

Ich war oft unsicher und vermied das Du weitestgehend in den von mir genutzten Kanälen. Dabei halte ich es so, dass ich fremde Menschen grundsätzlich sieze. So wurde ich erzogen und das hat in meinen Augen auch etwas mit Anstand, Höflichkeit und Respekt zu tun.

Twitter kommt mit lockerem “du” daher

Bei Twitter musste ich umdenken. Denn hier wird ein offener lockerer du-Ton angeschlagen. Dennoch gibt es Follower in meiner Timeline, die auch ich grundsätzlich sieze, wie @malerdeck oder @SchoeneWaende um nur zwei zu nennen. Es ist einfach der Respekt an sich, den ich diesen Followern entgegenbringe, weil Sie diese Anredeform auch so kommunizieren. Hier wäre ein du deplatziert.

Facebook ist weder Fisch noch Fleisch

Facebook hingegen ist eine andere Liga. Es ist weder Fisch noch Fleisch. Ich kenne Facebook-Fanseiten, dort wird grundsätzlich jeder geduzt, bei anderen wiederum nicht. Um meinen Lesern und Kunden nicht unhöflich gegenüberzutreten, stellte ich die Frage nach der richtigen Anredeform. Die Meinungen waren sehr unterschiedlich vom allgemeinem “du” bis hin zu strengen “Sie” war alles dabei. Ich habe mich nun für letzteres entschieden.

Anredeformen in sozialen Netzwerken

Google+ ist ist eine Mischung aus beidem

Bei Google+ ist es ebenfalls sehr entspannt mit der Anredeform. Hier wird oft die du-Form als Anrede genutzt. Das ist für mich recht angenehm. Wenn jemand auf Sie besteht, dann respektiere ich auch diese Anredeform.

Wie handhabst du es? Welche Anredeform nutzt du in den sozialen Netzwerken? Ich freue mich auf deine Anregungen und Ideen in einem Kommentar oder auf meiner Facebook-Fanseite.

7 Kommentare zu “Eine Frage der Höflichkeit? Anredeformen in Social-Media Kanälen”

  • Ich halte mich nicht zwanghaft an ein Du oder Sie. Bei manchen meiner Artikel schrieb ich automatisch in der Sie-Form bei manchen ganz automatisch in der Du-Form und dies auf einer Domain.
    Würd ich auf der texto.de in der Sie-Form schreiben würd mich meine Zielgruppe dort vermutlich für “überdreht” halten.
    Ich selbst komme aus der “UserGroup” Zeit , bin also ein Internet und WWW Urgestein. Dort war das Du eine Form der Höflichkeit und wenn auch das Englishe YOU manchen darüber hinweghilft, die englische Sprache kennt sehr wohl einen Unterschied zwischen Du und Sie => nämlich in der Satzform in den verwendeten Vokabeln.
    Auf Xing lasse ich mich zu Sie überreden, doch bleibts innen drin im WWW für mich in einem Social Netzwerk einfach falsch.
    Wer mich auf Twitter mit Sie anspricht, der outet sich für mich als “Laie”. ich persönlich unterscheide prinzipiell zwischen einem freundschaftlichem Du und einem im Umfeld des WWW. Das Du ist für mich niemals eine Aussage über die Intimität noch wäre es je respektlos. Ich spreche meine Kinder mit Du an und verwahre mich entschieden dagegen ihnen gegenüber respektlos zu sein.

    1. Ich sehe es ehe auch so, dass die Du-Form für mich die angenehmere ist. Allerdings gibt es in meiner Timeline bei Twitter einige die eben straigt nach der Sie-Form drücken. Da schreibe ich dann auch entsprechend. Innerlich sehe ichd as genauso wie Du. Diese Anredeform ist nunmal das urbane was sich im www. so eingebürgert hat, dementsprechend handhabe ich das auch so.

  • Das ist eine echte Gratwanderung, denn hier unterscheiden sich Generationen und Anlässe massiv. Wo in englischsprachigen Ländern das “you” es (zumindest auf den ersten Blick) leichter macht, ist hier in Deutschland eine individuelle Anrede zu wählen.

    Beginnend mit einem charmanten “Sie”, wo es angemessen erscheint – also in beruflichem Umfeld – und ein eher lockereres Du für private Kontakte und bei denen, mit denen man längst “per Du” ist. Doch Vorsicht: Die jüngere Generation gilt vermeintlich als sehr locker – da kann man mit einem “Sie” schon mal falsch liegen und ebenso mit einem vorschnellen “Du”.

    Allerdings sollte auch niemand den Spießer raushängen lassen. Denn online gelten einfach andere Regeln und wer sich daran stört, der sollte das wertschätzend und mit einem Lächeln rüberbringen: “Da wir uns noch nicht länger/ persönlich kennen, würde ich Ihnen gerne zunächst meinen Respekt erweisen, indem ich Sie sieze!”

    Als Respektspezialistin unterstütze ich den Vorschlag von Frank Stachowitz: Im Zweifel das Gegenüber fragen, wie er/ sie es denn bevorzugen würde. Und dabei ganz locker beide Möglichkeiten offen lassen.

  • Dazu meine Meinung:

    Mit farbenfrohen und 🙂 Grüßen, Ihr Opti-Maler-Partner,
    Werner Deck

  • Das ist natürlich richtig. “Sie” ist bestimmt nie verkehrt. Wir sprechen in der Regel auch alle mit “Sie” an. Ob auf der eigenen Website oder in sozialen Netzwerken. Wohingegen, in unserem geplanten Onlineshop-Projekt wir uns auf “Du” geeinigt haben. Wegen der Zielgruppe.

  • Grundsätzlich kommt es auch darauf an, welche Zielgruppe man auf der jeweiligen Plattform ansprechen möchte. Sind es eher Firmenkunden oder Privatkunden. Und auch bei Privatkunden muss man das Alter usw. berücksichtigen. Deswegen finde ich es schwiergig, pauschale Aussagen darüber zu machen, ob eher Du oder Sie angebracht ist. Aber auf jeden fall ist es ein interessanter Artikel, der zum Nachdenken anregt!

    1. Sicherlich ist die ansprechende Zielgruppe ausschlaggebend. Doch die Grundhaltung sollte vornehmlich “Sie” sein, meine ich. Ich wollte den für mich besten Weg finden und befragte meine Zielgruppe bei Facebook. So stoße ich Niemanden vor den Kopf.

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