Warum ich am Wochenende keine geschäftlichen E-Mails lese

10. Juli 2018 | 0Kommentare
Warum ich am Wochenende keine geschäftlichen E-Mails lese

Neben dem Telefonanruf ist die geschäftliche E-Mail eine praktische Lösung, um zu mir Kontakt aufzunehmen. Dabei ist mir die E-Mail sogar noch lieber als der Anruf, weil ich diese in einer ruhigen Minute lesen und dann auch beantworten kann. Einen Anrufer muss ich mitunter vertrösten, weil ich gerade keine Zeit habe, bereits telefoniere oder einen Auswärtstermin wahrnehme.

In der Woche lese und bearbeite ich unterschiedlich viele Mails. Dafür habe ich einen festen Rhythmus. Zu Arbeitsbeginn werden alle Mails vorgefiltert. Je nach Dringlichkeit muss die Antwort schnell erfolgen. Aber muss ich immer und überall erreichbar sein? NEIN! Deshalb lese ich am Wochenende überhaupt keine Mails und beantworte daher auch keine.

Meine Gründe dafür sind:

E-Mails sind irgendwie auch immer mit Arbeit verbunden, weil Kunden spezielle Wünsche haben oder mal schnell einen für den Folgetag angedachten Telefon-Termin vereinbaren wollen. Wenn ich also am Wochenende E-Mails lese, dann fange ich auch an, diese zu beantworten. So wird ganz schnell aus 5 Minuten eine halbe Stunde oder mehr.

Oftmals ist das Anliegen auch nicht so dringlich, wie es den Anschein hat, denn die meisten Büros werden erst am Wochenbeginn um 08:00 Uhr wieder mit Leben erweckt. Eine Antwort meinerseits wird also in der Regel auch nicht am Wochenende gelesen.

Ich arbeite oft parallel an mehreren Projekten oder bin nicht im Büro, weil ich Termine direkt beim Kunden wahrnehme. Wenn dann ein Kunde erwartet, dass ich innerhalb von 15 Minuten seine E-Mail beantworte oder die Änderungswünsche erfülle, die er in dieser E-Mail äußert, dann ist dies schlichtweg nicht möglich. Ich versuche meine Kunden optimal zu betreuen, aber ich muss auch Prioritäten setzen und mich organisieren.

Neben meiner Arbeit habe ich auch ein spannendes und erfülltes Privatleben. Deshalb arbeite ich auch nicht 24 Stunden am Tag an 7 Tagen die Woche. In der Vergangenheit habe ich schon einmal die Erfahrung gemacht, welche Folgen es hat, an fast 365 Tagen für Kunden da zu sein. Dadurch blieb meine Gesundheit irgendwann auf der Strecke und ich war ausgebrannt. Solch eine Arbeitsweise ist also nicht zielführend für meine Kunden, meine Gesundheit und meine Familie. Deshalb brauche ich genauso Freizeit wie jeder andere auch.

Wertschätzung braucht auch in der digitalen Arbeitswelt Regeln

Eine gute Kundenbeziehung lebt auch von einem wertschätzenden Umgang und Regeln.
E-Mails lese und bearbeite ich während meiner Bürozeit – doch man sollte mir auch zugestehen, dass ich ab einer bestimmten Tageszeit sowie am Wochenende keine E-Mails mehr lese. Dann genieße ich meine Freizeit.

Ich benötige diese arbeits- und E-Mail-freie Zeit, um wieder Energie und Kreativität für meine Arbeit zu tanken. So bin ich viel entspannter, kann mich auf das Wesentliche konzentrieren und für meine Kunden 100 Prozent geben. Nichts ist in meinem Beruf so wichtig, dass es sofort passieren muss, denn ich bin weder ein Feuerwehrmann noch ein Krankenpfleger. Wenn ich bei einer Website nicht sofort ein Bild oder einen Text ändere, dann stirbt niemand deswegen. Ich muss also nicht jederzeit erreichbar sein, nur weil das manche Kunden von mir erwarten.

NEIN – ICH MUSS AM WOCHENENDE KEINE E-MAILS LESEN.

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